Am Sonntag, dem 19. Oktober, unmittelbar nach den Herbstferien der Schülerinnen und Schüler, fand die Buchvorstellung unter dem Titel „Ein Buch verbindet Litauerinnen und Litauer weltweit“ statt.
Während des Besuchs übermittelte der leitende Berater des Zentrums für die Erforschung des Völkermords und des Widerstands der Bevölkerung Litauens (LGGRTC), Dr. Raimundas Kaminskas, der Schulleiterin der Vasario 16-osios gimnazija, Rasa Weiß, die Grüße des Leiters des Zentrums, Dr. Arūnas Bubnys, sowie der gesamten Gemeinschaft.
Die Veranstaltung wurde von der Gesellschaft der 27. Buchfreunde, dem Zentrum für litauische Kultur, Wissenschaft und Bildung der Weltlitauer, der Union der litauischen politischen Gefangenen und Deportierten sowie der Vasario 16-osios gimnazija in Hüttenfeld organisiert. Moderiert und koordiniert wurde sie von Jūratė Caspersen, Vorsitzende der Kulturkommission der Weltgemeinschaft der Litauer (PLB), Mitglied des Kuratoriums der Vasario 16-osios gimnazija, Stifterin eines Gymnasialstipendiums und Mäzenin.
Zum Treffen mit der litauischen Gemeinschaft in Deutschland und der Schulgemeinschaft der Vasario 16-osios gimnazija reisten Vertreter litauischer Nichtregierungsorganisationen sowie des LGGRTC an – Schriftstellerinnen und Schriftsteller, Kultur- und Geschichtsschaffende. Die Gäste stellten ihre Tätigkeit, ihre Errungenschaften sowie ihre neuesten Publikationen vor – Bücher, Chroniken, Jahrbücher und weitere Veröffentlichungen. Darunter befand sich auch das 2024 erschienene Jahrbuch der Gesellschaft der 27. Buchfreunde – ein enzyklopädisches Nachschlagewerk über die Mitglieder der Gesellschaft von 1930 bis 2024. Vorgestellt wurde es von Dalia Poškienė und Alvydas Surblys, die über die Tätigkeit der Gesellschaft, ihre Geschichte sowie frühere und heutige Mitglieder berichteten.
Der Verlagsleiter des Zentrums für litauische Kultur, Wissenschaft und Bildung der Weltlitauer, Valdas Kubilius, präsentierte die Arbeit des Zentrums und betonte die Bedeutung der geleisteten Arbeit für die Pflege der litauischen Identität. Anschließend sprach der leitende Berater des Sekretariats des LGGRTC und Mitglied der Gesellschaft der 27. Buchfreunde, Raimundas Kaminskas.
Als letzte Referentin sprach die Chirurgin, Vorstandsmitglied der Vereinigung litauischer Universitätsfrauen und Reisende Leonarda Daujutė Šarakauskienė über den litauischen Salesianer, Missionar und Priester Hermanas Šulcas, der bereits die Vasario 16-osios gimnazija besucht hatte. Der Priester widmete sein Leben obdachlosen Kindern in Ruanda, damit sie Bildung erhalten und ein selbstständiges, erfülltes Leben führen können. L. D. Šarakauskienė teilte persönliche Erinnerungen an ihre freiwillige Tätigkeit in Ruanda bei Pfarrer H. Šulcas.
Zum Abschluss der Veranstaltung fand eine Diskussion statt, bei der die Gäste Fragen aus dem Publikum beantworteten und aktuelle Themen erörterten. Zudem wurde über die Zusammenarbeit zwischen dem LGGRTC und der Vasario 16-osios gimnazija gesprochen.
Der Schulbibliothek wurde das Buch des Historikers Dr. Arūnas Bubnys „Lietuviai Štuthofo koncentracijos stovykloje 1942–1945 metais“ überreicht.
Über die Tätigkeit des auf dem Schulgelände ansässigen Litauischen Kulturinstituts informierte dessen Mitglied Marytė Dambriūnaitė-Šmitienė die Gäste.
Am Montag widmeten die Gäste ihre Aufmerksamkeit den Schülerinnen und Schülern der Vasario 16-osios gimnazija und besuchten den Unterricht der Litauischlehrerin Asta Geibel. Anschließend führte die Geschichtslehrerin Inesa Grikšaitė-Lendraitienė die Gäste durch die Vasario 16-osios gimnazija und das Schloss Rennhof. Dabei erhielten sie Einblick in die Geschichte des Gymnasiums sowie in den schulischen Alltag der Schülerinnen und Schüler.