Am 21. Februar gedachten die Litauische Gemeinschaft in Deutschland (VLB) und die Vasario 16-osios gimnazija in Hüttenfeld des 108. Jahrestages der Wiederherstellung des litauischen Staates und feierten zugleich die Freiheit.
Im Saal des Schlosses Rennhof erklangen zunächst die Nationalhymnen beider Länder. Die Begrüßungsworte des Botschafters der Republik Litauen, Giedrius Puodžiūnas, wurden den Teilnehmenden von der Lehrerin Asta Geibel vorgelesen, die die Veranstaltung zweisprachig moderierte. Der Vorsitzende der VLB, Augustas Šernius, hob die Bedeutung des 16. Februar hervor und betonte, dass Freiheit das Fundament eines wertebasierten Systems sei.
Der stellvertretende Landrat des Kreises Bergstraße, Heinz Klee, überbrachte die Grüße des Landrats Christian Engelhardt. In seiner Ansprache erinnerte er an die langjährige Partnerschaft zwischen dem Bezirk Kaunas und der Region Bergstraße sowie an seinen ersten Besuch in Litauen. Die Schulleiterin der Vasario 16-osios gimnazija, Rasa Weiß, überreichte dem Ehrengast, der Mitte März in den wohlverdienten Ruhestand tritt, ein Geschenk. Grußworte sprach auch ein weiterer Freund Litauens – der Honorarkonsul der Republik Litauen im Bundesland Baden-Württemberg, Baron Wolfgang von Stetten. Die Schulleiterin gratulierte ihm zugleich zu seinem runden Jubiläum.
Die Schulleiterin verlieh außerdem das Stipendium „Vasario 16-osios“, das 2013 von der Vorsitzenden der Litauischen Gemeinschaft in der Schweiz, Jūratė Caspersen, gestiftet wurde. In diesem Jahr erhielt der Zwölftklässler Daniel die Auszeichnung für sein aktives gesellschaftliches Engagement und für seinen Beitrag zur positiven Darstellung der Schule. Gemeinsam mit dem Schüler freuten sich auch seine Eltern. Die Schulleitung, seine Lehrkräfte und seine Klassenlehrerin gratulierten dem wirklich verdienten Preisträger herzlich.
Einen großartigen Auftritt hatten auch die Mitglieder der vokalen und instrumentalen Ensembles sowie die Tänzerinnen und Tänzer der Volkstanzgruppe der Vasario 16-osios gimnazija, die mit großem Applaus bedacht wurden (Leitung: Gintaras Ručys und Audronė Ručienė). Auf der Bühne wirbelten Paare in litauischen Trachten, eine von Schülerinnen und Schülern gestaltete Komposition ließ den Saal erzittern, und Melodien aus Kleinlitauen erklangen. Den offiziellen Teil der Feier beschloss ein Vortrag des Historikers Dr. Valdas Rakutis mit dem Titel „Der deutsche Faktor in der Frage der litauischen Unabhängigkeit“, der die historische Bedeutung dieses Tages noch eindrucksvoller verdeutlichte.
Ein Programm für Kinder, deren Eltern später an der Veranstaltung teilnahmen, organisierte die Lehrerin der litauischen Samstagsschule der Vasario 16-osios gimnazija, Dalė Kriščiūnienė. Für die technische Betreuung sorgte der Informatiklehrer Robertas Lendraitis.
Nach einer kurzen Pause, in der sich die Gäste erfrischen, stärken und miteinander ins Gespräch kommen konnten, folgte ein Konzert. Anschließend fand ein fröhlicher Abend mit Tanz und geselligem Beisammensein statt.