Viele junge Menschen beschäftigen sich erst spät mit ihren Finanzen – oft zu spät. Genau hier setzt die Initiative von BWL-Studierenden „Finance Education Club“ der Universität Mannheim an: Sie bringen Schülern grundlegendes Wissen rund um Rente, Rentenlücke und Geldanlagen näher. Ziel ist es, finanzielle Bildung verständlich, praxisnah und frühzeitig zu vermitteln.
Die vier jungen Leute arbeiteten mit den Schülern der 12. Klasse in einem Workshop am 29, April auf Augenhöhe. Die Vorträge und die Gruppenarbeiten waren kurzweilig und motivierend. Interaktion und praktische Beispiele machte die Themen greifbar und relevant. Die Studierenden vermitteln diese Inhalte nicht trocken, sondern anhand von Beispielen aus dem Alltag: u.a. Warum reicht die gesetzliche Rente allein oft nicht aus? Und wie kann ich frühzeitig vorsorgen?
Die Rentenlücke beschreibt die Differenz zwischen dem letzten Einkommen vor dem Ruhestand und der tatsächlichen Rente, die man später erhält. Vielen ist nicht bewusst, dass diese Lücke oft mehrere hundert bis tausend Euro im Monat betragen kann. Die Studierenden zeigten anschaulich, wie diese Lücke entsteht und wie man sie berechnen kann. Noch wichtiger: Sie erklärten, welche Möglichkeiten es gibt, diese Lücke zu schließen. Ein weiterer Schwerpunkt lag auf dem Thema Geldanlage. Hier ging es nicht darum, schnelle Gewinne zu versprechen, sondern ein solides Grundverständnis zu schaffen. Bei den Themen kam auch der sogenannte Zinseszinseffekt zur Sprache. Dieser zeigt eindrucksvoll, wie stark sich langfristiges Investieren auszahlen kann. Selbst kleine Beträge können über viele Jahre hinweg zu beachtlichen Summen anwachsen.
Das Verständnis dieses Prinzips motiviert viele Schüler, sich frühzeitig mit ihren Finanzen auseinanderzusetzen.
Ein großer Vorteil des Projekts: Die Inhalte werden von Studierenden vermittelt, die selbst noch nah an der Lebensrealität der Schüler sind. Dadurch entsteht eine lockere, offene Lernatmosphäre, in der Fragen jederzeit willkommen sind.