Am 2. Mai reisten die Mitglieder des Katholischen Jugendtreffs des Gymnasiums in Begleitung von Lehrerin Dalė Kriščiūnienė und Schulseelsorger Dr. Virginijus Grigutis nach Schwäbisch Hall. Dort trafen sie sich mit Justinas Gečas, Mitglied des Rates der Litauischen Gemeinschaft in Deutschland (VLB) und ebenfalls engagiert bei den Ateitininkai. Der ehemalige Schüler des Privaten Litauischen Gymnasiums leitete ein Seminar für die Jugendlichen: Er erzählte von der Gründungsgeschichte der Stadt und stellte bedeutende Persönlichkeiten sowie Sehenswürdigkeiten vor.
Die Jugendlichen lernten die mittelalterliche Siedlung kennen, die rund um die Salzhäuser entstanden ist. Der Ort wurde bereits 1156 urkundlich erwähnt. Die Altstadt wird durch den gewundenen Fluss Kocher und alte dreistöckige Häuser geprägt, in deren Erdgeschossen früher Handwerker arbeiteten. Die Teilnehmer besuchten den Marktplatz mit Blick auf die berühmte, über 500 Jahre alte Treppe, die zur Kirche St. Michael führt. Im Sommer finden auf dieser Treppe die traditionellen Freilichtspiele statt.
Anschließend überquerte die Gruppe die Henkersbrücke, sah das Henkerhaus und besuchte die Johanniskirche. Dieses Gotteshaus wurde 1812 entwidmet und dient heute als Ausstellungsraum für Werke namhafter Künstler. Ein besonderes Highlight war der Besuch der Kunsthalle Würth mit ihrer aktuellen Ausstellung zeitgenössischer Kunst.
Gekrönt wurde die Reise durch den Besuch der ehemaligen Benediktinerabtei Großcomburg, die im Jahr 1078 gegründet wurde. Die schlossähnliche Anlage ist ein beeindruckendes Ensemble aus Mauern, Türmen und Kapellen verschiedener Architekturepochen. Besonders beeindruckt zeigten sich alle von der majestätischen Stiftskirche St. Nikolaus und ihrer Glocke.
Dieses ereignisreiche Treffen verging wie im Flug. Bereichert durch neues Wissen und viele Eindrücke kehrte die Gruppe zurück, nachdem sie sich herzlich bei dem Referenten Justinas Gečas bedankt hatte.
Für die finanzielle Unterstützung dankt der Katholische Jugendtreff herzlich der Stiftung „IMMACULATA“ sowie dem Ministerium für Bildung, Wissenschaft und Sport der Republik Litauen.