Wir unternahmen in diesem Jahr im Rahmen des Erasmus+ Programms eine unvergessliche Klassenfahrt nach Klaipeda in Litauen.
Klaipeda, früher bekannt als Memel, blickt auf eine lange deutsche Geschichte zurück. Ab dem 13. Jahrhundert gehörte die Stadt zunächst zum Deutschen Orden und später zum Königreich Preußen. Über Jahrhunderte hinweg war sie ein bedeutender Hafen sowie ein kulturelles Zentrum der Deutschen in Litauen. Zwar wechselte Klaipeda im Laufe der Geschichte mehrfach die staatliche Zugehörigkeit, doch die deutsche Prägung ist bis heute in der Architektur und in vielen Ortsnamen sichtbar.
Während unseres Aufenthalts wurden wir von unserer Partnerschule, der Hermann-Sudermann-Schule, herzlich empfangen. Wir hatten sogar die Möglichkeit, gemeinsam mit den Partnerschülerinnen und Partnerschülern am Unterricht teilzunehmen und so spannende Einblicke in das litauische Schulsystem zu gewinnen.
Während der Reise besuchten wir gemeinsam das Museum des Kalten Krieges, ein eindrucksvolles Museum, das sich in einem ehemaligen sowjetischen Militärbunker befindet. Dort konnten wir die Atmosphäre des Kalten Krieges nachempfinden und viel über diese prägende Epoche der europäischen Geschichte lernen. Ein weiteres Highlight war unser Ausflug an die Kurische Nehrung, wo wir die beeindruckende Dünenlandschaft erkundeten und die Natur genießen konnten. Außerdem bestiegen wir den Hexenberg, von dem aus sich uns ein wunderbarer Blick über die Küstenlandschaft bot. Diese Erlebnisse werden uns noch lange in Erinnerung bleiben.
Begleitet wurde die Fahrt von Sébastien Ballay-Krämer und Inesa Grikšaitė-Lendraitienė, die die Reise organisiert hat und selbst aus Klaipeda stammt. Mit großer Begeisterung zeigte sie uns ihre Heimatstadt und erzählte zahlreiche spannende Anekdoten. Für die hervorragende Organisation und ihr großes Engagement möchten wir uns ganz herzlich bei ihr bedanken.