Weihnachtsfeier am Litauischen Gymnasium

Eine dicke Nebelwand liegt über dem Stadtteil Hüttenfeld und verhindert das Landen der Passagiermaschine 12/24. Ein Desaster bahnt sich an, denn es ist Heiligabend und die Fluggäste wollen schnell nach Hause. Schrecken unter den Passagieren macht sich breit, als es im Flugzeug kräftig rumpelt. Doch keine Angst: Es handelt sich nur um das Weihnachtsstück „Warteschleife“, gespielt von den Klassen fünf und sechs des Litauischen Gymnasiums.

Eine dicke Nebelwand liegt über dem Stadtteil Hüttenfeld und verhindert das Landen der Passagiermaschine 12/24. Ein Desaster bahnt sich an, denn es ist Heiligabend und die Fluggäste wollen schnell nach Hause. Schrecken unter den Passagieren macht sich breit, als es im Flugzeug kräftig rumpelt. Doch keine Angst: Es handelt sich nur um das Weihnachtsstück „Warteschleife“, gespielt von den Klassen fünf und sechs des Litauischen Gymnasiums.

In dem Bühnenstück dockt der fliegende Weihnachtsmann an dem Passagierflugzeug an und alles wird gut. „Bald ist Weihnachten, fröhliche Weihnachten“ singen die jungen Darsteller dazu. Und viele der Besucher, die ins Bürgerhaus gekommen sind, stimmen mit ein.

Es ist zur Tradition geworden, dass die Schüler des Litauischen Gymnasiums ihr Können während ihrer Weihnachtsfeier vorstellen – ob in musikalischen oder tänzerischen Beiträgen oder bei der Aufführung von Sketchen und Theaterstücken. Ebenso dazu gehört das Brechen von Oblaten, eine Besonderheit der litauischen Heiligabendfeier. „Wir teilen miteinander die Freude und schenken uns Vertrauen“, bekräftigt Schulleiterin Dr. Bronė Narkevičienė.

Schon versucht jeder, mit einer großen Anzahl an Freunden und Bekannten die Oblaten zu brechen und sich frohe Weihnachten zu wünschen. Die Direktorin begrüßt die zahlreichen Gäste, die eine „große Familie“ bildeten. Unter ihnen sind Hüttenfelds Ortsvorsteher Karl-Heinz Berg und sein Vorgänger Walter Schmitt. Der Vorsitzende des Elternbeirates, Dr. Gernot Diehlmann, betont, die Weihnachtsfeier sei eine liebgewonnene Tradition und dankt allen, die das Fest möglich machen: Angefangen von den Schülern, der Schulleitung und den Lehrern, die alle mit viel Engagement zum Gelingen beitragen würden. Aber auch die vielen Helfer hinter den Kulissen seien wichtig. Neben der Bewirtung hatten sie alle Vorbereitungen getroffen und für die Bühnendekoration gesorgt. Durch den weiteren Abend führten die Gymnasiasten Laura Papinigytė und Julian Kruhmann. Den Anfang machte Pfarrer Reinald Fuhr, Religionslehrer am Gymnasium. Er erinnerte daran, dass Weihnachten keine Angelegenheit des Kalenders, sei, sondern an die Geburt Jesu Christi erinnere. Passend dazu trugen Enrika Lazovskytė und Till Walter die Weihnachtsgeschichte nach Matthäus vor.

Sänger und Musiker treten in unterschiedlichen Formationen auf: Engelsgleich wird Andrew Lloyd Webbers „Pie Jesu“ vom Vokalensemble gesungen, musikalisch begleitet vom Orchester der älteren Gymnasiasten unter der Leitung von Gintaras Ručys. Selbst in das Abendessen sind gesangliche Beiträge eingebettet. Im Anschluss steht die Würdigung von Lehrern, Schulpersonal und Schülern auf dem Programm, die sich besonders verdient gemacht haben.

„I'm No Angel“ singen Nykantas Simutis und Till Walter. Das Orchester spielt und im Hintergrund tanzen junge Leute. Später begleiten die Musiker „Tempting Paris“, gesungen von Elvija Petrauskaitė und Till Walter. Etwas auf die Ohren gibt es mit „Menuett/Jazzrock“ und was Hübsches für die Augen liefern die Tänzer bei „Mickey Mouse Ragtime“, einer Choreographie von Audronė Ručienė. Das Lied „Rockin' Around The Christmas Tree“ ruft lustige Weihnachtsmänner auf die Bühne und ist ein stimmungsvoller Ausblick auf das weitere Fest.

Rosi Israel
Südhessen Morgen
21.12.2013